Ultraorthodoxe

Orientalistik: Ausgabe Nr. 23 des Bamberger AKON

Akon_33Gestern erschien die 23. Ausgabe des AKON, der Publikation vom Arbeitskreis Orient der Otto-Friedrich Universität Bamberg. Ende Juli belebten Bamberger Orientalistik-Studenten das Blatt wieder.

In dieser Ausgabe gibt es unter anderem ein spannendes Plädoyer von einem Studenten, der sich in den Semesterferien in den Jemen begab, ein Interview mit Bundeswehr-Hauptmann Willi Barbara zum Einsatz in Afghanistan, Berichte zu Arabisch-Kursen im Ausland und andere interessante Beiträge rund um die Fächer der Orientalistik.

Ich selbst bin mit dem Artikel Feindschaft und Burgfrieden – Ultraorthodoxe Juden und ihr Verhältnis zum Zionismus, einer Zusammenfassung meiner Judaistik-Hausarbeit Jüdisch-orthodoxer Anti-Zionismus – Organisationen, ideologische Grundlagen, Entwicklung, vertreten. Die komplette Arbeit gibt es hier auch bald zum Herunterladen.

Hier die komplette 23. Ausgabe zum kostenlosen Download: AKON23

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Klezmer an der Stadtmauer

Das Wort „Klezmer“ stammt vom hebräischen כלי זמר (Ausspr. kley zemer) für „Musikinstrument“, das über die Sprache derosteuropäischen Juden, das Jiddische, auch in unserem Sprachraum bekannt wurde. Die Klezmermusik entstand bereits im 15. Jahrhundert als nichtliturgische jüdische Musik und wurde durch den in Samaria lebenden Yakobius ben Yakobius bekannt. Die Hauptstruktur dieser Musik stammt aber aus dem heutigen Gebiet Moldawiens und der Ukraine. Vergleicht man die heutige Musik auf dem Balkan mit der der ostreuropäischen Juden, so fällt einem die enge Verwandtschaft dazu auf. Die traditionsreiche Geschichte des Klezmer erfuhr durch den Holocaust eine Zäsur, da sie dort abrupt abbrach. Heute pflegen vor allem amerikanische Juden und Ultraorthodoxe in Israel die jiddischen Lieder, wie man auf dem Foto, das an der Stadtmauer der Jerusalemer Altstadt aufgenommen wurde, sehen kann.