Israel

Wissenschaftliche Arbeit: Die Geschichte des jüdisch-orthodoxen Antizionismus

Cover_HausarbeitJuden gegen Israel? Diese Frage erscheint für die meisten Menschen absurd. Der Staat Israel ist bereits zu lange Realität und vom Großteil der internationalen Staatengemeinschaft anerkannt worden. Spricht man heutzutage über das Judentum, dann denkt man im nächsten Moment an den Staat der Juden im Nahen Osten. Doch gerade im Zusammenhang mit den immer stärker werdenden Spannungen zwischen dem Staat Israel und der Islamischen Republik Iran, die die Weltöffentlichkeit polarisieren, kann man in Internetportalen und sozialen Medien wie Facebook oder Twitter immer wieder Bilder von schwarz gekleideten, ultraorthodoxen Juden sehen, die nicht etwa für den Staat Israel demonstrieren, sondern gegen ihn.

Plötzlich treffen hochrangige Vertreter der islamistischen Theokratie des Iran ultraorthodoxe Rabbiner, wie zum Beispiel Jisroel Dovid Weiss in New York und Vertreter haredischer Gruppen reisen ihrerseits nach Teheran und werden dort vom Präsidenten Mahmud Ahmadinejad höchst persönlich mit Küssen empfangen. Andere feiern in Gaza unter der Schirmherrschaft der Hamas Sabbat und drücken ihre Solidarität gegen die israelische Armee aus.

Doch was hat es mit solchen Bildern auf sich? Woher kommt dieser, für uns paradox erscheinende, explizit jüdische Anti-Zionismus? Wo liegen seine Wurzeln, wie argumentieren seine Vertreter und wie haben sich diese religiös fundierte Weltanschauung und deren Einfluss innerhalb des Judentums bis heute entwickelt? Diese Fragen stehen im Fokus dieser Arbeit Jüdisch-orthodoxer Anti-Zionismus – Organisationen, ideologische Grundlagen, Entwicklung.

Kostenloser Download: Jüdisch-orthodoxer Anti-Zionismus – Organisationen, ideologische Grundlagen, Entwicklung

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Orientalistik: Ausgabe Nr. 23 des Bamberger AKON

Akon_33Gestern erschien die 23. Ausgabe des AKON, der Publikation vom Arbeitskreis Orient der Otto-Friedrich Universität Bamberg. Ende Juli belebten Bamberger Orientalistik-Studenten das Blatt wieder.

In dieser Ausgabe gibt es unter anderem ein spannendes Plädoyer von einem Studenten, der sich in den Semesterferien in den Jemen begab, ein Interview mit Bundeswehr-Hauptmann Willi Barbara zum Einsatz in Afghanistan, Berichte zu Arabisch-Kursen im Ausland und andere interessante Beiträge rund um die Fächer der Orientalistik.

Ich selbst bin mit dem Artikel Feindschaft und Burgfrieden – Ultraorthodoxe Juden und ihr Verhältnis zum Zionismus, einer Zusammenfassung meiner Judaistik-Hausarbeit Jüdisch-orthodoxer Anti-Zionismus – Organisationen, ideologische Grundlagen, Entwicklung, vertreten. Die komplette Arbeit gibt es hier auch bald zum Herunterladen.

Hier die komplette 23. Ausgabe zum kostenlosen Download: AKON23

Fotogalerie: Der Libanon und der Arabische Frühling

Der Libanon gilt im Hinblick auf die aktuelle Lage in Syrien als eine Art „Mikrokosmos“ seines großen Nachbarlandes. Durch die enge historische, wirtschaftliche und politische Verwicklungen beider Staaten, hat der syrische Bürgerkrieg auch enorme Auswirkungen auf den Zedernstaat. Immer deutlicher treten konfessionelle Gegensätze zutage, große Teile der Bevölkerung positionieren sich zusehends für und gegen eine der jeweiligen Seiten.

Vor allem in der Hauptstadt Beirut erkennt man eine Art „Kleinkrieg“ von Streetart-Aktivisten, die je nach unterschiedlicher Sichtweise Stellung zum Arabischen Frühling nehmen. Andernorts versucht man auf andere Art und Weise seine politische Haltung zu präsentieren.

Fabian Schmidmeier hat sich in Beirut und der Bekaa-Ebene umgesehen, wie sich Konfessionalismus und Arabischer Frühling auf der Straße bemerkbar machen.

Wissenschaftliche Arbeit: Jüdisches Leben in Deutschland nach 1945

Cover Hausarbeit Jüdische Moderne1945 – Die „Stunde Null“. Deutschland und Europa liegen in Trümmern, Millionen von Menschen sind getötet worden und die Überlebenden und Hinterbliebenen versuchen mit einfachsten Mitteln den Alltag zu meistern. Vor allem die jüdischen Überlebenden der Schoa, des industriellen Massenmordes durch die Nationalsozialisten, hofften im neu entstehenden Staat Israel, im Orient, eine neue Heimat zu finden. Viele Kibbutzim entstanden aber nicht im bis dato britischen Mandatsgebiet, sondern in der Fränkischen Schweiz. Während zahlreiche Juden schließlich tatsächlich auswanderten, blieben andere in Deutschland und fanden hier eine neue Heimat. Aus Provisorien wurden neue Gemeinden und ein fester Bestandteil der Bundesrepublik Deutschland. Über diese und andere Entwicklungen jüdischen Lebens in Deutschland und dem Verhältnis der deutschen Juden zum Staat Israel handelt folgende wissenschaftliche Arbeit Jüdisches Leben in Deutschland nach 1945 – Anfänge und moderne Entwicklung.

Jüdisches Leben in Deutschland nach 1945 PDF

Israel und Palästina: Spuren des Konflikts

Heute begehen die Palästinenser den 65. Jahrestag der „Nakba“, der großen Katastrophe. Damit meinen sie die Vertreibung und Flucht von über 700.000 Landsleuten, während oder nach dem Krieg von 1948, aus dem heutigen Israel, in die Westbank und umliegende arabische Staaten. Fährt man durch den Staat Israel und die besetzten Gebiete, dann stechen die Spuren dieses Konflikts sofort ins Auge, selbst zu Zeiten, in denen es keine kriegerischen Auseinandersetzungen gibt.

Folgende Fotogalerie beleuchtet die verschiedenen Konfliktfelder, wie zum Beispiel die heilige Stadt Jerusalem, die Trennmauer, Raketen der radikal-islamischen Hamas, die Siedlungspolitik Israels und das Problem der palästinensischen Flüchtlinge. Nicht vergessen wird dabei ein energisches, ziviles Engagement in der israelischen Gesellschaft für eine friedliche Lösung. (Auf das erste Foto klicken um Slideshow zu starten)

Obama in Jerusalem: Komplette Rede auf Englisch

In den vergangenen Tagen reiste US-Präsident Barack Obama durch den Staat Israel, die Palästinensergebiete und Jordanien. Von palästinensischer Seite zeigte man sich zutiefst enttäuscht, da Obama nicht den gewünschten Druck auf Israel ausübt, dass diese die illegalen Siedlungsaktivitäten auf palästinensischem Gebiet unterlassen. Daher war seine Ankunft begleitet von Protesten. Völlig unerwartet schlug Obama dann doch in einer Rede vor israelischen Studenten in Jerusalem verhältnismäßig kritische Töne an. Hier für Sie die Rede auf Englisch:

Vice: Dokumentation „Widerstand im Westjordanland“

Nach einer waghalsigen Dokumentation im vom Krieg gekennzeichneten Aleppo, reiste ein Vice-Team nun in das Westjordanland, um über den Widerstand der Bevölkerung gegen die israelische Besatzung und die Palästinensische Autonomiebehörde zu berichten.

Screenshot aus Vice-Doku "Widerstand im Westjordanland", Bild: Fabian Schmidmeier

Hier geht’s zur Dokumentation:

Teil 1: Kinder und Sprayer

Teil 2: Hebron und Ramallah        Teil 3: Bil’in und Demonstration