Autor: Fabian Schmidmeier

Nahost- und Islamwissenschaftler (M.A.), freier Journalist und Blogger

Für eine interreligiöse Allianz gegen Extremismus und Terrorismus!

Hands, Shake, Shaking Hands, Continents, PolicyUnd wieder ein Anschlag mit Hunderten Toten, zu denen sich eine extremistisch-islamistische Gruppierung bekannt hat. Diesmal in Sri Lanka. Die Gemüter in den sozialen Netzwerken sind zurecht erhitzt, doch sollten wir uns auch sachlich damit beschäftigen, wie wir in Zukunft gegen Terroristen und vor allem deren Ideologie vorgehen können.

Eine wirksame Waffe gegen extremistischen Ideologen sind interreligiöser Dialog und eine interkonfessionelle Allianz aus Juden, Muslimen, Christen und Nichtglaubenden. Für viele mag dies zunächst wie realitätsfernes „Gutmenschen“-Gerede wirken, doch steckt dahinter eine konkrete Überlegung nach intensiver Beschäftigung mit Islamismus und Dschihadismus und deren ideologischen Strippenziehern. (mehr …)

Werbeanzeigen

Das Konzept „Sexualität“ im Islam

Prof. Dr. Patrick Franke hielt im Zuge der Konferenz „The Concept of Person and the Concept of Sexuality in Judaism, Christianity and Islam“ (13.-15. Februar 2019) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg einen Vortrag zur Geschichte der ganz unterschiedlichen Sichtweisen auf Sexualität im Islam. Diese haben sich über die Jahrhunderte teils drastisch verändert.

Meinung: Islam und Verschwörungstheorien sind nicht miteinander vereinbar!

brother-2022486_1280In jedem Bekanntenkreis finden sich Menschen, die an „die große Verschwörung“ glauben, eine komplizierte Welt sehr einfach erklären und meinen „die Wahrheit“ erkannt zu haben. Hinter verschiedenen Ereignissen, zum Beispiel 9/11 oder die Erfolge des IS, stünden eigentlich Freimaurer, Zionisten, die Rothschilds, Georges Soros, Israel, Illuminaten oder am besten alle zusammen. Verschwörungstheorien, insbesondere die mit antisemitischen Grundlagen, sind en vogue und auch unter Muslimen weit verbreitet. Leider. Dabei verstoßen diese gegen fundamentale islamische Prinzipien.

(mehr …)

شرح سريع – „أسماء الله“ في اليهودية والمسيحية والاسلام

Mit dem Projekt „kurz erklärt“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg versucht KCID auf Deutsch und Arabisch die wichtigsten Inhalte von Judentum, Christentum und Islam kurz und knapp zu formulieren. Damit möchten KCID die Wissenschaft in den Dienst der Gesellschaft stellen. Hier ein erstes Video über die Gottesnamen in Judentum, Christentum und Islam.

شرح سريع هي مشروع الفيديوهات الجديد لشرح اوجه الاختلاف والاتفاق بين اليهودية والمسيحية والاسلام. المشروع تابع ل“المفاهيم الأساسيّة في الخطاب بين الأديان“ للجامعات ايخشطيط و ارلانغين الالمانية.

Prof. Stefan Schreiner: „Über Aufgabe und Sinn jüdisch-muslimisch-christlicher Gespräche in der heutigen Zeit“

Am Donnerstag, den 13. Dezember 2018, begingen wir einen Festakt zur Kooperation zwischen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und des Sheikh Nahyan Centers der Universität Balamand (Libanon) im Rahmen der Forschungsstelle „Key Concepts in Interreligious Discourses“ (KCID). Festredner war Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan Schreiner mit seinem Vortrag „… damit ihr einander kennen und verstehen lernt“ – Über Aufgabe und Sinn jüdisch-muslimisch-christlicher Gespräche in der heutigen Zeit.

„Ich würde ja gern mal den Koran lesen“ – Aber wie?

the-quran-3436451

Zahlreiche Personen würden sich gern intensiver mit dem Islam befassen und wollen daher „mal den Koran lesen“. Wenn es um heilige Bücher geht ist der Großteil der Deutschen von der Bibel geprägt. Obwohl auch der Koran aus dem selben Kulturraum stammt wie einst die Bibel, ist er ganz anders gegliedert und angeordnet. Jeder benötigt daher wenigstens rudimentäres Rüstzeug, um etwas verstehen zu können. Viele verwirrt oder verwundert ein erster Blick in den Koran das und lässt sie eventuell wieder davon Abstand nehmen. Um das zu vermeiden gibt es im folgenden eine kleine „Koran-Einsteigehilfe“. (mehr …)

„Der Mensch ist Feind dessen, was er nicht kennt“ – „Wahr ist, was uns verbindet“

hand-1917895_1920„Wahr ist, was uns verbindet“. Unter diesem Titel sprachen Aleida und Jan Assmann anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2018. Die Rede wurde zum Gesprächsthema in unserer Forschungsstelle Forschungsstelle Key Concepts in Interreligious Discourses – KCID an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, sprach sie doch uns allen in vielen Punkten aus der Seele. Und so zielt auch unser Leitspruch „Der Mensch ist Feind dessen, was er nicht kennt“ in eine ähnliche Richtung wie der Titel der Friedenspreisrede. Unsere Wünsche und Ziele sollen daher in Bezug auf die Rede Aleida und Jan Assmann dargestellt werden, die mit ihrer bahnbrechenden Forschung zum kulturellen Gedächtnis alter Völker, die vor Tausenden von Jahren blühten, wie unsere Forschungsstelle eine „Archäologie des Wissens“ betreiben, die für unsere Menschheit von entscheidender Bedeutung ist und sein wird. [weiterlesen…]