Das Café-Abraham-Konzept für interreligiösen Dialog in Deiner Stadt

Café Abraham

Richtlinien für einen erfolgreichen und nachhaltigen Dialog an universitären Standorten

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1. Die Welt an deiner Uni verändern

„Sei selbst die Veränderung, die du dir in der Welt erhoffst“, sagte einst Mahatma Gandhi. Empöre dich, engagiere dich, verändere! Das war der Weckruf des in Berlin geborenen wichtigen Intellektuellen, Résistance-Kämpfers und KZ-Überlebenden Stéphane Hessel. Diese beiden Menschen engagierten sich ihr Leben lang für die Gerechtigkeit und den Frieden auf der Welt. Sie appellierten an die Vernunft und versuchten vor allem die jungen Menschen zu erreichen.

Religiöse Fundamentalisten, religiös gefärbte Extremisten (z.B. extremistische Salafisten oder der sog. IS), aber auch völkisch-nationalistische und rechtsextremistische Bewegungen und Parteien (z.B. Politically Incorrect, die Identitären und die AfD) sind unlängst in jeder gesellschaftlichen Schicht angekommen. Ihr Ziel ist es vorrangig, ihre eigene Gruppe zum Sieg zu verhelfen, ein Sieg über das in ihren Augen dekadente und umsturzwürdige demokratische System der Bundesrepublik Deutschland. Dafür soll nach dieser Lesart…

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Islam und Apokalypse: Gog und Magog im mittelalterlichen islamischen Denken

Gog und Magog Wiki

In der Bibel finden sich zahlreiche Erzählungen und Prophezeiungen von bevorstehenden apokalyptischen Ereignissen. So auch von Gog und Magog. Diese sind, je nach Interpretation, ein oder mehrere Völker, die am Ende der Zeit, von Norden kommend, die Levante verwüsten und Tod und Verderben auf der Erde verbreiten werden. Insbesondere das Buch Ezechiel (AT) und die Offenbarungen des Johannes (NT) sind geprägt von den Erzählungen um Gog und Magog. Da sich der Islam als Fortsetzung von Judentum und Christentum versteht, ist es nicht verwunderlich, dass die selben apokalyptischen Narrative und Prophezeiungen auch im Koran angesprochen werden und Raum für weitreichende Spekulationen und Interpretationen bieten. (mehr …)

Kommentar: „Das ist der Islam“

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Was häufig unter geht, wenn extremistische Muslime vom IS/Al-Qaida Verbrechen begehen und wir uns fragen „hat das alles wirklich nichts mit dem Islam zu tun?“, sind solche Geschichten:

Beim Anschlag von Charlie Hebdo war der Polizist Ahmed Merabet, der sich den Terroristen in den Weg stellte und dafür mit einem Kopfschuss hingerichtet wurde, ein gläubiger und praktizierender Moslem. Als kurz darauf IS-Terroristen einen jüdischen Supermarkt stürmen und Kunden ermorden, ist es der gläubige und praktizierende Moslem Lassana Bathily, der 15 Juden das Leben rettet, in dem er sie versteckt.

Ja, der Terrorismus ist eine große Gefahr und ja, es muss auch explizit von muslimischer Seite darüber diskutiert werden. Aber es ist heuchlerisch, wenn Kritiker die Mörder zu Repräsentanten des „wahren Islam“ machen, obwohl diese meist kurz vor ihrer Tat noch NICHT praktizierende und NICHT religiöse Kleinkriminelle waren, während jene, die Menschen retteten, wie zum Beispiel Ahmed Merabet oder Lassan Bathily, schon ihr Leben lang den Islam praktizierten.

Das Kopftuch im Islam: Religiöse Pflicht oder kulturelles Erbe?

OLYMPUS DIGITAL CAMERADas islamische Kopftuch (auch orthodoxe Jüdinnen tragen eines) ist das derzeit wohl umstrittenste Kleidungsstück Deutschlands. die Debatte darüber hat den Bereich der Sachlichkeit längst verlassen. Dies führt auch dazu, dass objektive innerislamische Debatten über religiöse Werte und Normen erschwert geführt werden können, da sie so eine zu politische Komponente aufgezwungen bekommen. Dabei gibt es muslimische Gelehrte, die in der Geschichte ganz unterschiedlich argumentiert haben. Der zum Islam konvertierte Muhammad Asad (vorher jüdisch, Leopold Weiß) aus Österreich-Ungarn befasste sich ausführlich mit der Frage, ob der Hidschab für die muslimische Frau eine Pflicht sei. Ein Beitrag für eine innerislamische Debatte. (mehr …)

Koran und Offenbarungsanlässe: Mit der Tradition zur modernen Interpretation

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Die Islam-Debatte hat viele negative Bilder in weiten Teilen der Bevölkerung verfestigt. Der Islam sei nicht mit der hiesigen Werteordnung oder dem Grundgesetz vereinbar. Als Begründung wird oft eine fehlende „Aufklärung“ angeführt. „Der Islam“ müsse als Nachzügler der Moderne endlich eine historisch-kritische Methode entwickeln. Doch wer in historische Hadith-Literatur (anm. Hadith=Prophetenüberlieferung) und Werke zu Koranexegese und islamischer Rechtsfindungsmethoden blickt, der erkennt, dass der Islam bereits über eine eigene historische bzw. historisierende Methode verfügt – und das seit Jahrhunderten. (mehr …)

BBC-Dokumentation: The Life of Muhammad

Wer sich mit dem Propheten Muhammad beschäftigen, aber keine wissenschaftlichen Wälzer lesen möchte, dem sei diese BBC-Dokumentation anempfohlen. Zahlreiche namhafte Wissenschaftler verleihen dem Dreiteiler ein hohes inhaltliches Niveau.

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Ramadanwünsche

Ich wünsche allen Musliminnen und Muslimen besinnliche und gesegnete Fastentage. Nutzt die Zeit, in Euch zu gehen und Dialog mit Nichtmuslimen, insbesondere Juden, Christen und Nichtglaubende, zu führen! Die Welt kann das mehr als gut gebrauchen.

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Muslim, der den Koran rezitiert; Ort: Sidi Oqba Moschee in Karaouan, Tunesien